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„Anzupacken gab es mehr als genug..."

Ein Streifzug durch die Geschichte des
Parimal Gut Hübenthal - Teil 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hügelkette zeichnet sich wie getuscht am Horizont ab. Am Himmel kreisen zwei Milane. Was für ein Ausblick aus einem Wohnzimmerfenster! „Als ich 1984 hierher zog, wurde in diesem Raum gerade die Küche und der Essraum gebaut“, sagt Navino Condon (51) und dreht sich lächelnd, fast ein wenig staunend, um. „Heute wohne ich selbst hier.“ Hier: Das ist der 1. Stock des Haupthauses des Parimal Gut Hübenthal, von dem aus man einen guten Ausblick auf den gesamten Hof und die Landschaft hat.

Wo noch vor gut 20 Jahren eine schwarze Asphaltdecke den gesamten Innenhof bedeckte, spielen heute Kinder an plätschernden Brunnen. Anwohner und Gäste des Seminarhauses sitzen oder spazieren bei schönem Wetter inmitten der Blumenbeete und Bäume der abwechslungsreich gestalteten Gartenanlage.

Die viele Jahre nicht genutzten Stall- und Lagergebäude an den Seiten des ehemaligen Gutsverwalterhauses sind mit Liebe zum Detail und weitgehend mit umweltgerechtem Baumaterial zu Wohnungen, Seminar- und Meditationsräumen sowie zu Gästezimmern für das Seminarhaus umgebaut worden.

Kein Zweifel: Aus einer kleinen Landkommune von Sannyasins, Schülern des indischen Mystikers Osho, hat sich in 25 Jahren eine Lebensgemeinschaft mit mehr als 70 Mitgliedern und einem professionellen Seminarbetrieb entwickelt. Entstanden ist das alles in privater Initiative, ganz ohne staatliche Zuschüsse. Ein Kraftakt, den die Gemeinschaft bisher immer wieder mit viel Tatkraft und Mut zum Risiko gemeistert hat.

 


 

Viele Experimente...

Streifzug durch die Geschichte - Teil 2


In den 60iger Jahren war die Bewirtschaftung von Gut Hübenthal aufgeben worden, das zusammen mit Gut Ellerode zum Schloss Berlepsch gehörte. Inspiriert durch seine Begegnung mit dem östlichen Mystiker Osho, gründete Sittich Graf von Berlepsch im Jahr 1980 auf dem Schloss die erste Kommune „Arvind“. Zwei Jahre später vermietete er das Haupthaus, das ehemalige „Schütte-Haus“, an eine kleine Gruppe von Sannyasins. Aus dieser Kommune entwickelte sich das heutige Parimal Gut Hübenthal.
„Wir haben gemeinsam meditiert und viele Möglichkeiten des Zusammenlebens erprobt“, berichtet die Musikerin Navino Condon, die als Duisburger „Großstadtkind“ besonders von dem liebevollen Umgang miteinander beeindruckt war. „Die ganze Energie flirrte geradezu“, erinnert sich auch Satyam Brigitte Bialek, die 1990 von Köln ins Parimal zog und heute im Vorstand der Genossenschaft tätig ist. „Anzupacken gab es mehr als genug. Wir haben viel gelacht, und wir haben gemeinsam viel kreiert.“ So wurde anfangs nicht nur zusammen meditiert und gekocht, sondern auch die Wäsche wurde stets von einem Kommunemitglied für alle gewaschen.

Informationen zur Familie von Berlepsch


 

Seminare im Wohnzimmer...

Streifzug durch die Geschichte - Teil 3

Hunderte von Sannyasins und andere Meditierer gingen über die Jahre ein und aus und trugen, jeder auf seine Weise, zum Wachsen und Blühen des Platzes bei.

Von Anfang an lud die Gemeinschaft nicht nur befreundete Musiker und Künstler, wie etwa Miten & Premal, Peter & Aneeta Makena, Milarepa oder Devakant ein, sondern auch Seminarleiter: Der Seminarbetrieb entstand quasi im Wohnzimmer der Kommune.

In den folgenden Jahren buchten immer mehr Seminarleiter das Parimal als Seminarort, und immer mehr Menschen wählten den ehemaligen Gutshof als Lebensort. Die Gemeinschaft öffnete im Jahr 1999 das Haus für Wachstums- und Ausbildungsgruppen auch anderer spiritueller und therapeutischer Strömungen, die nicht unmittelbar zum Spektrum von Osho-Sannyasins gehören.

Und es wurde viel Geld in die Restaurierung und den weiteren Ausbau von Gebäuden der denkmalgeschützten Anlage investiert.

 


 

Das Seminarhaus –

mit Anschluss an eine lebendige Gemeinschaft

Streifzug durch die Geschichte - 4. und letzter Teil

Im Januar 2000 wird die große „Buddha Hall“ mit ihrem Schwingfußboden aus Bambus in Betrieb genommen. Die Gästezimmer verfügen heute über 54 Betten, bei Bedarf werden weitere Zimmer auf dem Gutshof und in der näheren Umgebung angemietet.

Im Oktober  2007 wird die Genossenschaft Parimal Gut Hübenthal e.G. gegründet. Diese kauft im "Grünen Haus" die 1. Etage und baut sie nach und nach zu Speiseraum, Küche, Gemeinschafts- und Wohnraum aus.

„Nach wie vor gibt es eine enge Anbindung des Seminarhauses  an die Gemeinschaft“, sagt Neelam, Leiterin des Seminarhauses. Gern nehmen die Gäste an gemeinsamen Meditationen und am reichen Musikprogramm am Platz teil, und auch beim Essen und Teetrinken im neuen Speiseraum mit Blick auf Wald und Schloss trifft man sich.

 

 

Parimal Gut Hübenthal e.G.   ·   Seminarhaus   ·   Meditationszentrum   ·   Lebensgemeinschaft